28.11.2017

TSV Ellerbek - FC St. Pauli 24:27 (11:14)

Auswärtsspiel am 26.11.17, 16:00 Uhr in der Sporthalle Ellerbek, kurz hinter dem einsamen Feldweg rechts, m.B. (mit Backe)

Punkrock Eins - Helene Nuuuullll

Es gab Zeiten, da hatten wir richtig Angst davor, nach Ellerbek zu fahren.

Ich meine, wir Großstadtkinder sind diese einsamen Feldwege einfach nicht so gewohnt. Irgendwie unheimlich sind die immer.
Kennt ihr diese Gruselgeschichte, also, natürlich nach einer wahren Begebenheit, in der ein Pärchen mit dem Auto im Dunkeln auf so einem einsamen Feldweg eine Autopanne hat? Und dann sitzt auf einmal so ein entwichener Psychopath auf ihrem Autodach und hat nen abgetrennten Kopf in der Hand...soll ja genau so passiert sein, angeblich...ich glaube sogar in Ellerbek...in der Nähe der Sporthalle...

Glücklicherweise durften wir aber an einem Sonntag Nachmittag die Reise antreten. Um 14:00 Uhr sollen Axtmörder ja generell noch nicht so aktiv sein...außerdem kam zumindest mein Auto grad frisch von der Inspektion und ein neues Handy zum Hilfe rufen hatte ich auch dabei (also, falls man da überhaupt Netz hat, in Ellerbek...).

Die Halle wurde also von allen mit Kopf und ohne Panne (mal von nem kleinen Stau abgesehen) erreicht.
Dass es trotzdem ganz schön gruselig in Ellerbek ist, merkten wir dann jedoch in der Halle, als uns aus dem Lautsprecher eine singende (naja, eher grölende) Pornodarstellerin namens Mia Julia (Shazam sei Dank) ihren Namen ins Ohr brüllte. Na schönen Dank, wieder 2000 Gehirnzellen weniger...erstmal die Box unbemerkt in Richtung Wand drehen...hehe...
 
Angst vor dem Spiel hatten wir diesmal tatsächlich eigentlich nicht, auch wenn wir in der ferneren Vergangenheit schon das eine oder andere Mal den Allerwertesten ordentlich versohlt bekommen haben. Die letzten Spiele waren eigentlich immer recht knapp und teilweise sogar siegreich. Außerdem kamen wir  aufgrund der letzten Ergebnisse in der Liga ja auch eh mit breiter Brust angereist.

Die Anfangsphase lief dann auch eher so, als hätten die Ellerbekerinnen Angst vor uns.  Nach vier Minuten und zehn Sekunden stand es 5:0 für uns, sieben Sekunden später kam die erste Auszeit von den Gastgeberinnen.
Die Ansprache schien geholfen zu haben, da sich in der Folge ein munteres und auch für den objektiven Betrachter wohl ganz schönes Spiel entwickelte. Ellerbek kam wieder ran, wir zogen wieder weg, Ellerbek kam wieder ran, u.s.w. In der 20. Minute stand es nur noch 11:10 für uns. Näher ließen wir unseren Gegner aber nicht an uns ran. Halbzeitstand 14:11 für uns.

Dann kam die Halbzeitpause und mit ihr Helene Fischer, die uns diesmal aus dem Lautsprecher anquarkte. Da hieß es nur: „Ohren zu und durch“, um uns vor dem Verlust  weiterer Gehirnzellen zu schützen.

(Jaja, liebe Helene-Fans. Ich weiß schon! Musik ist Geschmackssache, jeder wie er mag. Stimmt schon. In Schweden essen sie ja auch gerne stinkenden Gammelfisch und in Asien sogar frittierte Vogelspinnen. Wem’s schmeckt...ist halt Geschmackssache...schon recht! Und außerdem mögt ihr unseren Punkrock schließlich auch nicht ;-)

Die zweite Halbzeit: Eigentlich ein Spiegelbild der letzten 25 Minuten. Es ging hin und her, zack, bum, Tor und wieder hin und her. Aber immer mit dem gebotenen Sicherheitsabstand von mindestens zwei, eher drei bis vier Toren. Angst und Nervosität unsererseits Fehlanzeige. Sogar ganz schön clever spielten wir zwischendurch. Respekt!  27:24 Auswärtssieg in Ellerbek! Läuft bei uns grad einfach!

Und den Rückweg über die Feldwege haben wir auch unbeschadet überstanden! Juhu!

In der nächsten Woche, am 05.12., haben wir dann das große Glück, unsere Ängste abermals überwinden zu können, da wir im Pokal nochmal gegen die Girls aus und in Ellerbek ran dürfen. Wir gehen mal ganz stark davon aus, dass der TSV die Niederlage nicht auf sich sitzen lassen will und es wieder ein ordentlicher Kampf wird. Aber, was wir ham, ham wir! Und das sind mal zwei Punkte! Yes!

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