16.04.2018

SV Preußen Reinfeld - 1. Frauen 22:27 (10:9)

Auswärtsspiel am 14.04.18, 18:30 Uhr in Reinfeld.

 

Zunehmende Härte im Handballsport

Der Handballsport war von je her schon nichts für Weicheier, Muttersöhnchen und Windelpupser. Anders als in „körperlosen“ Sportarten wie Volleyball, Basketball, Golf usw. geht es hier dem Gegner nicht nur mal gern an die Wäsche, sondern auch ins Eingemachte. Kleinere Blessuren und blaue Flecke sind da keine Ausnahme.

Handballer sind Kummer gewohnt.

Eine neue Dimension scheint sich aber in jüngster Zeit in der Damenoberliga bei einzelnen Mannschaften abzuzeichnen. Da wird nicht nur schamlos auf den Gegner „eingedroschen“, geschubst oder gekniffen, sondern man fokussiert sich neuerlich auf die Spieler(innen) der eigenen Mannschaft.

So geschehen in der Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem SV Preußen Reinfeld am vergangenen Wochenende.

Im ersten Aufwärmspiel vor der Begegnung kam es zu einer armharten Attacke von Spielerin Sarah T. gegen ihre Mitspielerin und Torfrau Lisa K., bei der sich letztere eine im Krankenhaus zu behandelnde Kopfwunde zuzog.

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Kampf um die Plätze im Kader des Kiezclubs schon seit Längerem Im Gange sein. So ging es bei Trainingseinheiten vor dem wöchentlichen Punktspiel schon mehrfach zur „Sache“. Eine Eskalationsausweitung sieht das Trainergespann auf Nachfrage aber nicht. Zumal auch nicht klar war, warum die Attacke ausgerechnet gegen eine Torfrau verübt worden ist. Diese Position steht normalerweise unter „Artenschutz“ und wird von Feldspielerinnen an sich auch nur ungern bespielt. An diesem Tag waren auch nur 2 der vier Torfrauen dabei, so dass auch dass nicht als Motiv anzusehen wäre. Damit bleibt das Motiv für die Tat noch im Dunkeln.

Im Spiel selbst blieben die Damen des FC SP lange Zeit eher „zahm“, ließen dem Gegner Möglichkeiten, ihr Spiel erfolgreich zu gestalten. Erst in der zweiten Halbzeit legten die Hamburger ihre Scheu und Schockstarre ab und präsentierten sich von ihrer positiven Seite.

Am Ende siegte man mit 22:27 in Schleswig-Holstein und auch Torfrau Lisa K. erschien nach dem Spiel zum obligatorischen „Pizzarupfen“ an der Sportwirkungsstätte.

Nach dem Spiel ist eben alles wieder im Lot. Bis zum nächsten Spiel…

(Namen von der Redaktion geändert)

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