Ergebnisse & Spielberichte
vom Wochenende

27./28.3.2010
Spielberichte bitte an
redaktion@knickwurf.de senden. Danke

1. Frauen
FC St. Pauli 1 - AMTV 1
16:23 (6:10)
2. Frauen
FC St. Pauli 2 - SC Alstertal-Langenhorn 3
15:23 (6:14)
Am Samstag war das Spiel gegen den Tabellenzweiten SC Alstertal-Langenhorn angesagt. Wir waren alle schon ziemlich nervös, zum einen, weil die ja nicht umsonst ganz oben stehen und deutlich mehr Tore geworfen haben als der Rest unserer Gruppe. Zum anderen aber sicher auch, weil sich Sandras Rühren der Werbetrommel bei den St. Pauli-Fans bezahlt machen sollte. Es hatten sich tatsächlich 200 Leute angekündigt. Oh ha, dass kann ja was werden. War es dann auch, als besagte Fans 15 Minuten vor unserem Spiel in die Halle einmarschierten und glatt das Spiel vor uns erst einmal zum Abbruch brachten. Mann, war das ein geiles Gefühl, dass tatsächlich so viele Leute gekommen waren, um uns zu unterstützen.

Leider konnten wir das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht ganz umsetzen und wurden schnell überrannt. Unsere Abwehr stand in der ersten Halbzeit einfach nicht da, wo sie sein sollte und sonst ja auch immer steht, und im Angriff kamen wir an der Torfrau nicht ganz vorbei. Und da die Gegnerinnen Tore machten und wir nicht, stand es nach 30 min 6:14. Das hatten wir uns anders vorgestellt.

In der zweiten Halbzeit ist unsere Abwehr viel besser geworden und wir haben es geschafft, Unentschieden zu spielen… Aber es war leider zu spät. 15:23 war das Endergebnis. Wir haben aber noch zwei Spiele und der Kampfgeist ist noch da… Zwei Spiele, zwei Siege !!

Es spielten:
Kerstin (3), Tessa (3), Line (3), Anika (2), Katha (2), Nicki (1), Iris (1), Sabrina, Sandra, Kiddy

An alle Fans: Nochmals vielen Dank für die tolle und sehr unvergessliche Unterstützung!!
3. Frauen
FC St. Pauli 3
[spielfrei]

weibliche D-Jugend
FC St. Pauli - SG HH-Nord 4
8:9 (5:5)
männliche D-Jugend
FC St. Pauli
[spielfrei]
E-Jugend
FC St. Pauli - TuS Esingen 1
12:16 (6:10)

1. Herren

FC St. Pauli 1 - AMTV 2
35:21 (16:8)

Könnt
Ihr Euch noch an Rudolf Scharping erinnern? Charmebolzen aus der Pfalz? Den ersten wirklichen Pop-Star in einem bundesdeutschen Kabinett mit dem korallenartigen Phlegma?

Für
alle, denen es nicht vergönnt ist, ihn zu seinen Glanzzeiten allabendlich in den Nachrichten erlebt zu haben (hey, Kids, das ist für Euch jetzt!), hier eine kurze Charakterisierung: Rudolf Scharping gehört zu jenen Personen, die hektische, der Epilepsie nahe Erregungszustände erreichen, wenn sie eine Lavalampe anschauen – wenn diese aus ist! Die nachts in Baumärkte einbrechen, um bei allen Bohrmaschinen den Geschwindigkeitsregler von Hase auf Schildkröte zu stellen. Deren Pupillen sich beim Zwinkern jedes Mal erneut an die ungewohnte Helligkeit gewöhnen müssen. Er ist also, so könnte man es sagen, liebe Kids, eine mega-krass gechillte Person, der Rudolf Scharping.

Und
diesen Rudolf Scharping stellt Ihr Euch jetzt bitte vor. Wie er Euch tief in die Augen schaut. Seine regelmäßigen, ruhigen Atemzüge klingen wie die sanfte Brandung an einem verschlafenen Strand einer vergessenen, fernen Insel und bilden so das Hintergrundrauschen für das hektische Treiben der Welt, das um Euch herum immer mehr verblasst, während Ihr immer tiefer versinkt in Rudolf Scharpings leberwurstgrauen Tümpeln. Tiefer und tiefer hinab. Immer tiefer. Bis auf den geräuschlosen Grund. Ihr fühlt Euch leicht, Ihr fühlt Euch entspannt und werdet ganz ruhig. Und Schwups… äh, ich meine: Schwuuuuuups, ganz langsam seid Ihr eingetaucht in eine andere Welt: Ihr seid in der Sporthalle Budapester Straße. Am letzten Sonntag um 15:30 Uhr. Beim Spiel FC St. Pauli I gegen AMTV II. Die schlappe Frühjahrsonne schafft es kaum bis zum Spielfeld durch die dichte Luft. Aquariumsatmosphäre. Nur dumpf dringen die gewohnten Geräusche eines Handballspiels durch den matten Äther bis an Eure Ohren.

Plötzlich…
sorry: Plööööötzlich zeitlupt ein Spieler in weinrotem Trikot von rechts nach links durch den Bildausschnitt. Weniger wie ein Handballer, eher wie ein träger Fisch gleitet er vorbei. In der rechten Flosse hält er einen Handball, den er nun mit fließender Bewegung auf seinen trägen Weg schickt. Wie ein Torpedo schiebt sich das Sportgerät gemächlich zu einem ebenfalls weinroten Artgenossen, der sich, wie aus einer Trance erwachend, nun ebenfalls auf den Weg macht. Gebannt von so viel Phlegma verfolgen Eure Augen dieses wogende Hin-und-her, als Ihr ein Geräusch wahrnehmt. Zunächst noch leise und zaghaft, doch dann immer lauter werdend schwillt ein heller Gesang an, wie von verliebten Walen. Dann erkennt Ihr die Quelle dieses vorsichtigen Werbens um weibliche Walbegleitung: die Schiedsrichter haben gepfiffen. Stürmerfoul. Und nun langsam, gaanz laaaangsaaaaaaam setzt sich der weinrote Schwarm in Bewegung und wie in einer  riesigen Pendelbewegung begriffen brandet alles in die andere Richtung zurück.

Doch
was ist das? In Euren Augenwinkeln eine schnelle Bewegung. Hier? In dieser Zeitfalle? Auf einmal seht Ihr sie, die braunen Fische. Sie scheinen munter. Blitzartig schnappen sie zu, als der weinrote Schwarm von Ihrer Beute, dem Ball, abgelassen hat. Mit zuckenden Bewegungen nehmen sie in die Zange, zackig treiben sie ihn vor sich her, er wird ruckweise weitergespielt, zischt durch die Halle, bis er zum Schluss zitternd im Netz zappelt. Blitzende Reflexe zwingen die zahlreichen Zuschauer zu entzückter Zustimmung und lassen sie mit der Zunge schnalzen.

Doch
das ist nur ein kurzes Aufflackern an diesem trägen vor sich hintreibenden Nachmittag. Die Weinroten wundern sich, während die wabernden Wogen des Wassers langsam wieder glätten, die Konturen der Wirklichkeit weicher werden und in Schwummrigkeit verschwimmen. Erneut dehnt und krümmt sich das Raumzeitkontinuum bis zum Zerreißen. Es ist schon völlig ausgeleiert. Doch der gemächliche Tanz geht weiter. Ein braunweißer Wal taucht auf und verschluckt den jüngeren Klitschkos, der sich im Publikum befand, beinah mühelos. Alleine die Schiedsrichter mit Ihren Walhörnern hätten die Macht, diesem langweiligen Treiben ein Ende zu setzen… Aber sie wollten an diesem Tage partout kein Zeitspiel pfeifen… ANGEBLICH, WEIL WIR ES GEFORDERT HABEN, HA! SO MÄCHTIG SIND WIR!

Am
10.4. in Aumühle wird es bestimmt spannender, bitte alle kommen. Eure Erste.
2. Herren

TH Quickborn 1 - FC St. Pauli 2
19:33 (9:15)

Der Tabellenzweite FC St. Pauli durfte also zum Kräftemessen nach Quickborn, die den letzten Tabellenplatz innehalten.  Da es im Hinspiel nur zu einem Unentschieden gereicht hat, wollten wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ziel war es sogleich den (theoretischen) Aufstieg mit einem Sieg vorzeitig klar zu machen.

Die Kabinenansprache vor dem Spiel vom Trainer Ole Hagemann fiel diesmal deutlich länger aus und zwar in gleich drei unterschiedlichen Varianten. Für Jeden sollte also etwas dabei gewesen sein. Allerdings wäre es doch zu einfach, wenn sich die Mannschaft nicht noch eine vierte Variante für das  das Spielgeschehen einfallen lässt.

Der erste Akt bestand darin, weder Tore zu kassieren noch Tore zu werfen. Auch die berechtigte Frage des Trainers „Was habt Ihr an dem Satz: Arme in der Deckung hochnehmen nicht verstanden?“ wurde gestellt und prägte das müde Spielchen. (Naja, schlimmer wäre die Frage: „Wer deckt wen?“- sorry kleiner Insider zwischen Denis und mir).

Nachdem endlich die Trefferquote erhöht wurde und konzentrierte Abwehrarbeit geleistet wurde, ging es mit einem fünf-Tore-Vorsprung in die Halbzeit.

Da ich für meine kurzen Berichte bekannt bin, soll hier Niemand enttäuscht werden: in der zweiten Halbzeit haben wir noch besseren Handball gespielt und mit Hebern, Drehern, Seitarmwürfe aus gefühlten 18 Metern (Respekt Nils) eindeutig gezeigt, wer das Spiel gewinnen sollte. Jeder durfte sich am Ende erfolgreich in die Torschützenliste bei 33 erzielten Toren eintragen.

Der Aufstieg ist also geschafft und es sind erste Rufe der Fans zu vernehmen, die sich nichts anderes wünschen, möge doch Pauli I gegen Pauli II ein zumindest internes Endspielchen um den Aufstieg ausfechten. Das hätte doch den Charme wie Klitschko gegen Klitschko kämpfen zu sehen.  Sagen wir es mit den Worten der Fantastischen Vier: „Was geht… was geht? Ich sag´s Dir ganz konkret.“
3. Herren
FC St. Pauli 3 - Eimsbütteler TV 2
30:25 (15:13)
Einen taktischen Leckerbissen unseres geliebten Sports durften die Zuschauer erleben, welche sich gegen Sofa und Tatort für Holzbank und unser Spiel entschieden haben. Am fortgeschrittenen Sonntag Abend gab es Hallenschach vom Feinsten, die hohe Schule des Bälleschmeißens oder wie unserer Publikum es nennt ... Handballerotik! Leider haben wir vergessen zu erwähnen, dass man jede Minute einen Euro nachwerfen muss, so läuft es nun mal in diesem Business. Aber der Reihe nach ... nur noch soviel: Wirklich niemand, den ich nach dem Spiel geweckt habe, hat es bereut, dabei gewesen zu sein.

Wie man sich als bereits feststehender Aufsteiger gegen eine vermeintlich schwächere Mannschaft motiviert, hat uns die 1. Herren eigentlich sehr schön vorexerziert. Aber mal ganz ehrlich, die haben es sich auch wirklich sehr leicht gemacht. Wir dagegen suchen neue Herausforderungen und daher gab Moritz bei der Kabinenansprache folgende Devise aus: Maximal einer bewegt sich schnell (Yves) und alle anderen nur ganz langsam. Die Folge war eine Demonstration von Effizienz, die mit einer taktischen Disziplin umgesetzt wurde, wie sie ihres gleichen sucht. Da der Gegner eine ganz ähnliche Spielkultur pflegte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den zu beschreiben, mir einfach die Worte fehlen.

Dann war das Spiel plötzlich aus und wir hatten gewonnen. Herausheben möchte ich eigentlich nur die Leistung des Schiedsrichters. Diesen Leuten sagt man nach, dass sie ihre Arbeit am besten erledigen, wenn sie unauffällig bleiben ... und richtig: Die meiste Zeit war der Schiri nur ein Punkt am Horizont. Für mich eindeutig der beste Mann auf dem Platz.

Aber nun nähert sich schon das nächste Highlight unserer Saison, wenn wir am kommenden Mittwoch in der Heimat des Atomgriechen im Halbfinale des just-as-well-cups antreten. Da werden wir noch einmal unseren V8 anschmeißen und die Zylinder fürs Finale durchblasen. Versprochen!
4. Herren
FC St. Pauli 4 - Norderstedter SV 3
19:26 (8:13)
5. Herren
FC St. Pauli 5
[spielfrei]
6. Herren
SV Billstedt-Horn 1 - FC St. Pauli 6
25:30 (13:15)
Doppelbericht von der Downtown-Train-Tour

Hamm und Billstedt-Horn schuf der Herr im Zorn. (Mose III, 21) Ich könnte jetzt behaupten, daß ich letzte Woche nur deswegen keinen Spielbericht geschrieben habe, um diesmal diesen schönen Spruch absondern zu können. Leider ist das nicht wahr. Ich war nach dem 18:18 (9:9) gegen Hamm einfach zu frustriert. Nicht nur, daß wir zehn Minuten vor dem Ende mit vier Toren geführt haben und dann fast noch verloren – auch unsere Spielweise hat mich zutiefst verärgert. Daß wir einen schleppenden Start hatten, lag an einem taktischen Fehler meinerseits: weil ich verletzt war, spielte ich Trainer und befahl eingedenk des gruseligen Hinspiels eine offensive Deckung. Weil aber kein regulärer Kreisläufer anwesend war und Volker am Kreis spielte, hatten wir in der Abwehr zwei Rechtsaußen und die Zuordnung stimmte überhaupt nicht. Leider kassierten wir ein paar unnötige Gegentore, bis uns das bewußt wurde, aber dann bekamen wir wieder Ordnung rein und standen stabiler und glichen aus. Durch das ganze Spiel aber zogen sich zwei Mißstände: am schlimmsten waren die Pässe. Da kam nix an und was ankam, wurde fallengelassen. Und mit diesen desolaten Zuspielen haben wir – zweiter Mißstand – viel zu viel zu spielen versucht und zuwenig Druck auf die Abwehr ausgeübt. Die alte Weisheit, daß man den Ball durchspielen soll, hat nämlich einen zweiten Teil: man soll den Ball durchspielen, um den Gegner in Bewegung zu bringen. Wenn man aber keine Gefahr ausstrahlt und stattdessen noch ständig den Ball fallen läßt, bewegt sich der Gegner nicht – und eine Mannschaft wie Hamm schonmal gar nicht. Als es dann am Ende um die Wurst ging (einen hinten in der letzten Minute), schnappte sich Jörg mit Ansage den Ball und hieb ihn aus dem Rückraum sicher in den Winkel. Das hätte er ruhig vorher schonmal tun dürfen. Positiv herauszuheben sind aber die Leistungen der (mal wieder) neuen: Lars kompensierte auf Rechtsaußen Wolfs kapitale Ladehemmung aufs trefflichste und die Torhüter Ole und Felix haben uns letztlich das Spiel gerettet – unter anderem mit einer 6:1-Quote für Felix bei Siebenmetern. Außerdem bemerkenswert: Timos Reaktion auf einen dusseligen Abwehrfehler seinerseits: er arbeitete seinen Frust sehr produktiv mit drei blitzsauberen Törchen ab, bevor er sich auf etwas unglückliche Weise die rote Karte holte (beim Konter von hinten in die Beine gestolpert).

Unentschieden gegen den Underdog also und als ich Samstag drauf meine mails las, hatte der Gott der (mehr oder weniger) harmlosen Verhinderungen ganze Arbeit geleistet: Absagen von Sheng, Holger, Jörg, Flo, Sascha, Ole, keine Zusagen von Timo, Torben (Torben, wo steckst du?) und Jens Christian, Jens mit der Ankündigung, es zu versuchen und ich eigentlich mit dem Gefühl, wegen meines Armes nicht spielen zu dürfen. Also hab' ich anders als gegen Hamm vorsorglich mal ein volles Täschchen gepackt und mir gesagt, spielst du mal fünf Minuten, wenn einer schnaufen will und schonst den wehen linken Arm und verrätst es nicht dem Arzt. Und bin mit der Bahn nach Mümmelmannsberg gefahren.

Kultureller Einschub: Immer wenn ich diese Strecke fahre, muß ich an das alte Tom-Waits-Stück denken, mit dem Rod Stewart einigen Erfolg hatte: „The downtown trains are full with all those Billstedt Girls. | They try so hard to break out of their little worlds.“ Wobei: wenn man nach Billstedt rein fährt, kann ja von Ausbrechen nicht die rede sein. Trotzdem das Lied – vor allem wegen der Zeile „They're just thorns without the rose. | Be careful of them in the dark.“ Kultureller Einschub Ende.

Ach, Tom...

Vor Ort teilte man mir mit, Timo käme später, so daß ich schon mal anfing zu spielen, aber Timo kam nicht (Timo, wo warst du?). Das Spiel war weitaus bemerkenswerter als das gegen Hamm. Es fing damit an, daß technische Fehler keine so große Rolle spielten. Die Pässe kamen meistens an die richtige Stelle und wurden dann auch meistens gefangen. Felix machte das im Nachhinein als die Hauptursache für unseren Erfolg aus. Und Felix muß es wissen, denn er durfte sich das Spiel ab der 27. Minute von der Tribüne ansehen, als er eine rote Karte für eine Aktion sah, die aus Sicht unserer Mannschaft eher als Stürmerfoul zu werten war. Was war geschehen? Der Gegner hatte den Ball abgefangen und wollte einen Konter laufen; der Paßempfänger wurde jedoch durchaus fair von einem unserer Feldspieler gestört, so daß er den Ball nicht kontrollieren konnte, der an eine Stelle sprang, an der sich Felix (außerhalb des Sechsmeterkreises) bereits befand. Angreifer prallt auf Felix, Gegner regt sich auf, Felix sieht wie von Billstedt gefordert die rote Karte. Während er zeternd den Platz verläßt, sorge ich mich um unseren Vorsprung, denn kurz zuvor hat Jens wegen Meckerns zweimal zwei Minuten gesehen (gibt das nun eine Kiste oder zwei?) (eine mindestens!) und natürlich war Felix unser einziger Torwart. Aber Martin war ja da. Also Martin ins Tor, das heißt für den kompletten Rückraum und für Arne S. auf links: durchspielen. Vorsprung vor dem Siebenmeter: zwei Tore. Nachher: eins. Aber immerhin Vorsprung. Und den hatten wir uns auch verdient, denn nicht nur wurden die Pässe gefangen – diesmal paßten auch die Laufwege bei den Kontern und im Angriff haben wir die billigen Dinger gemacht Und zwar die ganz billigen – namentlich durch den halbinvaliden Arne R. (mich) auf halbrechts. Weil ja mein linker Arm wehtat, hatte ich mir vorgenommen, nicht so in die Abwehr reinzugehen und es lieber mal aus der Ferne zu versuchen. Das erwies sich als ausgesprochen glückliche Strategie: sage und schreibe 6 (sechs) Schlagwürfe von neun Metern konnte ich in der ersten Halbzeit im Tor unterbringen. Ball zweimal durchgespielt, kurze Irritation durch den Kreisläufer oder eine Finte aus der Mitte und es hat geklingelt, weil die Abwehr die Arme nicht hob und der Torwart in der langen Ecke auf einen Ball wartete, der in der kurzen einschlug. Jeder Schuß ein Treffer. Und: unsere Abwehr war diesmal sehr aufmerksam und spielte die abgefangenen Bälle auch gut nach vorne, so daß wir zwei, drei Konter versenken konnten und auch in der zweiten Welle gefährlich waren. Das war gegen Hamm noch desaströs gewesen.

Die zweite Halbzeit war ein Lehrstück dafür, wie man einen kleinen Vorsprung vergrößert, indem man ihn beherzt verteidigt. Weil Lars sich Ende der ersten Hälfte verletzt hatte und Martin im Tor stand (wo er mal wieder eine sehr gute Figur abgab), konnten wir praktisch nur noch auf der Kreisläuferposition wechseln. Vielleicht war das ein Vorteil, denn soviel Puste hatten die anderen auch nicht und wir waren mittlerweile eingespielt. Einmal wurde es noch eng (bei 17:18 und 18:19), aber statt zu motzen und die Flatter zu kriegen, hielten wir mit Macht dagegen. Billstedt suchte sein Heil in der Offensive, rückte in der Abwehr nach vorne und wurde von uns (clever, clever) hinterlaufen. Vor allem Wolf kompensierte so seine anhaltende Ladehemmung von außen. Auch gab es jetzt mal die Kreisanspiele, die bei der eher eindimensionalen Performance zuvor unter den Tisch gefallen waren. Dazu sammelte der Gegner wie im Hinspiel reichlich Zeitstrafen, die wir unaufgeregt nutzten, um uns bis zehn Minuten vor Schluß auf 20:26 abzusetzen. Der Rest wurde dann kontrolliert runtergespielt zum 25:30 (13:15).

Mit dieser Moral und Konzentration müssen wir auch am 10.4. gegen Fischbek zur Sache gehen. Dann hoffentlich mit einer vollen Bank. (arne)

Gegen Hamm spielten: Volker (1), Jürgen, Jörg (1), Sascha (5), Jens (1), Arne S. (3), Timo (4), Ole (Tor), Felix (Tor), Lars (3), Wolf

Gegen Billstedt-Horn spielten: Fabrice (1), Lars (nur eine Halbzeit), Arne R. (11), Wolf (3), Jens (2), Simon (1), Martin (2 / Tor), Arne S. (8), Felix (Tor), Jürgen (2). Unser erstes Tor war der Nummer 28 zugeschrieben, die's nicht gab. Ich hab' es Jürgen gegeben.


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