Ergebnisse & Spielberichte
vom Wochenende

09./10.01.2010
Spielberichte bitte an
redaktion@knickwurf.de senden. Danke

1. Frauen
FC St. Pauli 1 - Ahrensburger TSV 2
15:13 (9:11)
2. Frauen
TSV Prisdorf 1 - FC St. Pauli 2
16:25
Rückrunde, 1. Spiel! Man ging sicherlich mit gemischten Gefühlen in dieses Match. Drei Spielerinnen fehlten, seit Tagen nervös, die Hinrunde noch nicht ganz vergessen (wer von uns könnte das auch?),Angst mal wieder zu versagen, ein wenig Wackelpudding in den Beinen da man seit Wochen nicht trainiert hat, Vorfreude und ne Menge Siegeswille sind wohl nur ein paar der Emotionen die an diesem Tag in uns steckten.
Doch genau diese Emotionen brachten uns wohl dazu unserem Gegner mal so richtig zu zeigen wer hier der Boss ist!
Von Anfang an stand das Team, mitsamt Line, unserem neuen Zulauf aus Dänemark und den beiden so fleißigen Aushilfen aus der dritten Damenmannschaft Bettina und Minke.
Schnelle Pässe nach vorne, sichere Würfe aus dem Rückraum und eine zunehmend besser werdende Abwehr in der Tessa und Minke abwechselnd auf der Eins ihre langen Arme zum Bälle fischen benutzten, sicherten uns durchgehend einen 4 Tore Vorsprung. Die typischen Flüchtigkeitsfehler machte man einfach mit einem Tor wieder wett.
Der Siegeswille hielt sich bis in die 2. Halbzeit. Tempogegenstöße wurden erkämpft, 7 Meter wurden getroffen und das Team spielte zusammen wie schon lange nicht mehr.
Unsere 2 1/2 Fans hörte man lautstark bei jedem Tor und unsere Bank heizte uns bis zum Schluss so richtig ein(nur Knolle die kleine Schnarchnase hielt sich sehr bedeckt).
Mit einem 25 zu 16 Sieg melden wir uns zurück aus der Winterpause und hoffen das wir unserem Motto treu bleiben können: Wir rocken die Rückrunde!
Vielen Dank nochmal an unsere beiden Aushilfen, ihr habt uns wirklich super unterstützt!
Es spielten: Kidi, Nicki(2), Leonie(1), Tessa(5), Sabrina(1), Anika(8), Katha(3), Isa(1), Line(1), Bettina(1), Minke(2)
3. Frauen
FC St. Pauli

weibliche D-Jugend
FC St. Pauli
männliche D-Jugend
FC St. Pauli
E-Jugend
TSV Prisdorf 1 - FC St. Pauli
18:18 (8:9)
Im ersten Spiel des neuen Jahrzehnts wartete mit Prisdorf der
Tabellenerste auf uns, der bisher alle Spiele klar gewinnen konnte. Wir
begannen stark, vor allem die Abwehr war gut und Ben im Tor konnte die
meisten Bälle abwehren, darunter 2 Siebenmeter. Trotz der Manndeckung
leisteten wir uns kaum Ballverluste, Tom in der Mitte lief sich als
Anspielstation die Hacken wund und vorne traf Tommy wie ein Uhrwerk
(also nicht das Uhrwerke treffen würden, es geht mehr um die Exaktheit
der Torwürfe). Alle Spieler waren auch ohne Ball ständig in Bewegung und
so gingen wir mit einer verdienten Führung in die Halbzeit.

Leider hatten wir nur einen Auswechselspieler, und als Malte sich auch
noch verletzte schwanden die Kräfte zusehends. Prisdorf zog auf 3 Tore
davon und hielt diesen Vorsprung kontinuierlich. Unsere Manndeckung
wurde schwächer und knapp 3 Minuten vor Ende bekam Tommy eine 2-Minuten
Strafe, den fälligen Siebenmeter konnte Umutcan, der mittlerweile im Tor
stand, parieren. Die Mannschaft ergriff die letzten Chancen und warf
sich in Unterzahl noch auf ein Unentschieden heran, im letzten Angriff
wäre sogar noch ein Sieg drin gewesen. Die Freude über den unerwarteten
Punktgewinn war groß und jetzt sollen in der Rückrunde die Siege
eingefahren werden, die in der Hinrunde verschenkt wurden.

St. Pauli: Tommy Mack, Ahmet Mican, Umut Can Mican, Malte Müller, Tom
Tschepe, Ben Oechel, Yasmin Frumkin, Jakob Sachs


1. Herren

FC St. Pauli 1 - Wandsbek 72 1
40:18 (18:10)

Umgekehrte Psychologie

Aus Toms Kabinenansprache:

"...spielen wir heute gegen Wandsbek 72. Auch wenn die jetzt schon ein paar gute Ergebnisse hatten, ist das keine Mannschaft, die man überschätzen sollte. Die können nämlich überhaupt gar kein Handball spielen, und wenn wir hier die erste Viertelstunde verschlafen, wird das bestimmt ein ganz lockeres Ding. Es kann eigentlich gar nix schief gehen. Wichtig ist nur, dass wir uns deren Spiel aufzwängen lassen. Wenn hier in unserer Halle ein Team das Spiel macht, dann sind die das und ganz bestimmt nicht wir. Dazu müsst Ihr aber darauf achten, dass Ihr Euch ja nicht zu viel bewegt. Kommt hier bloß nicht in Schweiß.

Zu unserer Abwehr: wenn von denen jemand in unseren 9-Meter kommt, darf er das auf keinen Fall spüren. Das darf denen überhaupt nicht weh tun. Die sollen nach Möglichkeit nur Schüsse ohne Körperkontakt bekommen. Deckt nicht fair, aber sanft. Hinten will ich einen löchrigen Haufen unentschlossener Einzelkämpfer sehen. Jeder steht ganz alleine eins gegen eins und kümmert sich nicht darum, was links und rechts von ihm passiert. Schweigt Euch an, ich will nix hören, wenn wir in der Abwehr sind. Vergesst die Absprachen und deckt absolut kreativ und für Eure Nebenleute unberechenbar. Lasst Eurem Gegenspieler viel Freiraum. Ihr müsst völlig ambivalent raustreten und Alibibewegungen machen.

Männer, Abwehrarbeit wird überschätzt, ist langweilig und bringt uns gar nix! Vorne gewinnen wir das Spiel. In der Abwehr könnt Ihr Euch ausruhen.

Wenn wir den Ball bekommen, schalten wir erst mal einen Gang runter und lassen die in Ruhe zurücklaufen. Bleibt bloß in den Puschen! Die Kreisläufer schleichen heute die langsame Mitte. Ich will, dass wir so gut wie keinen Druck aufbauen, die sollen sich hier ausruhen.

Vorne möchte ich, dass Ihr unklare Sachen spielt. Dinge, über die wir nie vorher gesprochen haben. Lasst den Ball nicht lange laufen, nutzt jede erstbeste Möglichkeit - weiterspielen bis zur 90- oder 100-prozentigen Chance macht keinen Sinn. Zeigt dem Gegner nicht, dass Ihr torgefährlich seid. Lasst nicht den Gegner oder den Ball laufen, sondern lauft lieber selber, aber niemals ohne Ball. Achtet darauf, dass Ihr Euch möglichst oft festmachen lasst. Nach dem Anprellen, versteht sich. Und wenn wir verschossen haben, bleibt am besten erst mal vorne stehen. Und motzt dabei vielleicht gleich auch noch die Schiris an, kommt immer gut so was.

Eine Sache noch zu deren Torhüter: guckt beim Schießen am besten gar nicht erst hin - ganz wichtig ist, dass wir den von Anfang an zum Helden schießen.

Ich will, dass wir hier als Gruppe von Einzelspielern auftreten: Jeder läuft und fightet nur für sich ganz alleine. Und wenn jemand nicht mehr kann, möchte ich nicht, dass er zur Bank kommt und sich auswechseln lässt. Keinen falschen Teamgeist heute.

Egal, was da draußen gleich los sein wird: achtet ganz besonders darauf, was neben dem Spielfeld passiert. Wer was reinpöbelt, wer eine Kiste Bier mitbringt usw. Optimal wäre es, Ihr geht während des Spiels schon mal durch, wie und wo wir nachher den Sieg feiern.

Vergesst nicht: wenn wir hoch führen sollten, schaltet einen Gang zurück, ruht Euch erst mal auf Euren Lorbeeren aus. Und kommt bloß nicht auf die Idee, das hätten wir hier noch nicht gewonnen: Das Ding hier ist jetzt schon durch! Das hat Wandsbek schon längst abgehakt.

Jungs, ich habe keine Lust darauf, dass wir hier die Butter auf dem Brot behalten und heute ernsthaft die Herbstmeisterschaft klar machen. Also: wenn Ihr da jetzt gleich rausgeht, darf auf keine Fall Weise erkennbar sein, dass das hier unsere Halle, unser Wohnzimmer ist.

So, das war erst mal alles. Wir fangen unter keinen Umständen so an: Linksaußen Maddy, halblinks Ladde, Mitte Christian, halbrechts..."

Sorry, Tom, hat nicht ganz geklappt... ein anderes Mal bestimmt wieder...

Bis zum 30.01.2010 in der Halle Am Felde.

In diesem Sinne: Indietro St. Pauli!

Eure Erste
2. Herren

FC St. Pauli 2 - TuS Finkenwerder
24:23 (10:10)

Neues Jahr, altes Spiel:
Spannende Partie, großartige Zuschauer (herzlichen Dank!), ordentliche Ansätze, zu viele Fehler, schlechte Wurfquote, bisweilen löchrige, bisweilen sattelfeste Abwehr, Probleme in der Offensive, mitunter fehlendes Durchsetzungsvermögen, Martin und Benny (zumindest gegen Ende) trotzdem treffsicher, eine wirklich gute Mannschaftsleistung und ein Sieg mit einem Tor. Astrein! Doch trotz aller Kontinuitäten sollen die Neuerungen nicht unerwähnt bleiben: 1. Neue Halle (ja, ganz ok); 2. Franky als Mitverantwortlicher an der Außenlinie, der den spielwütigen Derwisch Ole entlastet (richtig gut!).
3. Herren
TUS Berne : FC St. Pauli
21:41 (11:15)
Wenn man in der richtigen Staffel spielt, gibt einem die 4. Liga die Möglichkeit, unsere schöne Stadt auf besondere Weise kennenzulernen. Orte die so manch erfahrener Hanseat nie gesehen hat und google maps nur aus Höflichkeit abbildet (und auch noch völlig falsch!) bereichern nun unseren geographischen Horizont. Sicher waren mehr Hamburger in Paris als in Berne ?
Nach kurzer Sichtung der HVV- Verbindung, war klar: Ich fahre das erste mal in meiner doch recht ausgedehnten Karriere mit einem Taxi zum Spiel. Hätte ich gewusst, dass meine Dekadenz nahe Bequemlichkeit eine angemessene Beschreibung der 1. Halbzeit darstellen sollte, wäre ich joggend gekommen, auch wenn ich dann gerochen hätte wie Mart?. äh, lassen wir das.
Zum Spiel: Die erste Halbzeit war nach 30 Minuten vorbei und dies war es auch, was insgesamt am meisten an Handball erinnerte. Hervorheben möchte ich hier eigentlich nur die Einstellung der Gastgeber, die uns vorgemacht haben, dass man mit Einsatz und Willen einiges bewegen und damit einen vermeintlich stärkeren Gegner schon mal in Bedrängnis bringen kann. Pausenstand 15:11 - nichts war entschieden.
Jetzt hatten alle verstanden, dass wir uns in der 2. Halbzeit wirklich anstrengen müssen - und siehe da ? Arschbacken zuzammenkneifen - schon läufts. Peer machte mit der Abwehr was er wollte, Matti brachte endlich alles/alle in Bewegung und Sörens Gegenstöße erinnerten stark an Teleportation.. Wenn die Einstellung stimmt, schlägt uns in dieser Liga keiner, ein bisschen Arroganz gehört eben auch zum Geschäft. Leben wir es aus, solange man uns lässt - Demut ist später.
Was mir noch auffiel: Ein tiefenentspannter Schiri mit schwäbischen Akzent (Typ: Oh, dass war aber jetzt zu schnell, du!) machte mich darauf aufmerksam: Ihr seid St. Pauli und trinkt Beck´s? - Erwischt!
Gute Besserung Ole und Fabian!
4. Herren
TuS Appen - FC St. Pauli 4
24:25
5. Herren
FC St. Pauli V. vs. HSV III.
33:20 (17:7)
Sonntag Abend - Derby-Zeit in der Thedestraße: St. Pauli gegen HSV! Thedestraße? Ja, auch wir durften zum ersten Mal ran in der neuen Halle (echt toll!), die wir dann auch gleich gut eingeweiht haben ...
Ungewohnt war aber nicht nur das Ambiente. Wir St. Paulianer mussten als Favorit ran. Gerade einmal drei Punkte hatten die Gäste aus St. Ellingen auf der Habeseite. Eine unangenehme Ausgangslage. Da das Hinspiel jedoch nur knapp mit 21:17 an uns ging, waren wir gewarnt.
Insgesamt scheint uns die Weihnachtspause insgesamt gut getan zu haben. Gleich mehrere neue "alte" Spieler fanden ihren Weg in die Halle, wir waren somit mit 14 Mann gut besetzt und legten in den Anfangsminuten los wie die Feuerwehr. Nach zehn Minuten stand es 8:2, nach weiteren zehn Minuten war die Partie eigentlich entschieden. Es stand 15:4, der HSV – mit nur sieben Feldspielern angetreten – schien am Ende. Während wir es jedoch in der Folgezeit wohl etwas lockerer angingen, fingen sich die dezimierten Gäste und konnten in der Folgezeit verhindern, dass wir deutlicher davonzogen.
Vorne nahmen wir nicht immer die beste Wurfchance und in der Abwehr wurde streckenweise nicht konsequent zugepackt. Insgesamt war die Leistung aber völlig in Ordnung. Und in Gefahr geriet der klare Sieg zu keinem Zeitpunkt. Ein großes Dankeschön geht dafür an unseren Keeper Bally, der heute nicht ?nur? mit Paraden glänzte, sondern zu unserem beeindruckenden ?Tempogegenstoßspiel? den wesentlichen Teil beitrug: Langer, platzierter und fester Pass von Bally auf einen der Davoneilenden (Christian, Christoph, Jonas, Mounty, Nils) und drinnen war das Ding (meistens). So fiel Treffer um Treffer und brachte den Sieg nie in Gefahr.

Es spielten: Bally, Christian 5, Jonas 5/1, Stefan, Boris 4, Mounty 6, Matthias, Martin T 3, Martin W. 2, Lars, Jan 4/3, Nils 3, Christoph 1, André

P.S.: Beschwingt vom Sieg kam des Nachts auch noch Nils Nachwuchs auf die Welt. Wir freuen uns und wünschen Eltern und Ella alles Gute!
6. Herren
FC St. Pauli 6 –- TSV Buchholz 1
23:24 (7:12)

Man erinnert sich: die Eltern kaufen ein neues Auto. Lackglänzend und mit
schickem Firlefanz ausgestattet steht es auf dem Hof; innen riecht es nach
Auto und die Sitze sind mit einem neuartigen Material bezogen, daß es nur in
Autos gibt.Will man es benutzen, so sind strengste Vorkehrungen zu beachten:
„Putz dir die Schuhe ab, bevor du einsteigst!“,„Du willst doch nicht etwa
Chips / ein Brötchen / eine Currywurst im Auto essen!“,„Tu bloß nicht das
ölige Fahrrad in den Koferraum!“,„Wehe, du machst 'nen Kratzer!“und solhe
Sachen. Erleichterung gab's erst, wenn der Hund auf den Rücksitz gekotzt
hatte oder der Einkauf im Kofferraum umfiel und die Eier zerbrachen oder wenn
Mama / Papa beim Einparken die Parkuhr gerammt hatten – kurz: wenn die Karre
endlich auf ihren Gebrauchswert reduziert war.

Ähnlich scheint es sich mit neuen Sporthallen zu verhalten. An dieser Stelle
muß ich lautstark den Boden der Halle Thedestraße loben. Möge er lange so
sauber und griffig bleiben und mögen alle Benutzer der Halle ihr bestes geben
dieses Ziel zu erreichen. Und dafür zieht man doch gerne mal die
Straßenschuhe aus und stapelt sie im Vorraum wie früher im Kindergarten. Das
hat ja auch einen Effekt, wenngleich das nicht verhindert, daß an einem
Spieltag diverse Getränke ihren Weg in die Halle finden (Apfelschorle zum
Nachfüllen, Bier zum feiern) und dann schon mal auf den Boden tropfen. Für
solche kleineren Verschmutzungen hatte der Hallenwart einen Feudel
bereitgestellt, um den Schaden sofort beseitigen zu können. Macht natürlich
keiner, wenn es mitten in einer Menge von 50 Zuschauern tropft oder auf der
anderen Hallenseite unter der Auswechselbank oder überhaupt. Nachgerade naiv
erscheint auch die restriktive Handhabung des Hallenzugangs. Unsere
Schiedsrichterin argumentierte noch, man könne nicht die Hallentür
verschlossen halten, weil dauernd einer klingeln würde, aber das irritierte
den Hallenwart nicht. Auch scheint aus einem theoretischen Standpunkt heraus
sonnenklar zu sein, daß jeder Besucher der Halle durch eine Umkleide gehen
möchte. Was will er denn sonst in der Sporthalle? Also war der direkte Zugang
nur von innen zu öffnen und ständig trugen Väter ihre kleinen Kinder durch
unsere Umkleide, wo sie von frischgeduschten splitterfasernackten
Mannsbildern gegrüßt wurden.

Scheinbar ist dem Betreiber der Schule nicht ganz klar, was ein Spielbetrieb
am Wochenende bedeutet (oder er will es nicht wahrhaben). Ob es dem
Bezirksamt klar ist? Auf die Frage nach einem Zeitnehmertisch meinte der
Hallenwart, die Behörde habe die Anschaffung eines solchen abgelehnt. Den
sollten die Vereine mitbringen. Dabei blieb offen, ob wir uns jetzt einen
Tisch und ein Wägelchen kaufen sollen, um selbigen wochenends zur Halle zu
fahren und dann wieder zurück in den Lagerraum (Flo Mieraus Wohnung?) oder ob
alle Vereine zusammenlegen und einen Tisch für die Halle kaufen, über den
sich dann die Lehrer aufregen, weil er im Geräteraum im Weg steht und den die
Schüler kaputtmachen. Weil das natürlich einfacher ist, als beim Bau einer
Schule einen Tisch mehr zu bestellen (Verschwendung!). Was für ein
Schildbürgerstreich! Man hätte meinen sollen, daß die Leute, die so eine
Halle planen, wissen, was sie tun.

Aber der Boden ist echt super. Und eigentlich hat es auch Spaß gemacht, darauf
zu spielen; nur leider haben wir das ca. 20 Minuten zu wenig getan – zwischen
der 11. und der 30. Minute nämlich.
Da war es wieder ein bißchen wie beim Hinspiel in Buchholz: die anderen
schossen die Tore. Dabei standen die Vorzeichen recht günstig: beim Gegner
fehlte der Spielmacher und wir hatten unseren Torwart dabei. Und es fing auch
ganz gut an, aber leider fanden die Buchholzer dann doch schneller ins Spiel
als wir und drehten das 3:1 aus der Initialisierungsphase (6. Minute) erst in
ein 3:4 (11. - 18. Minute), um dann stückweise auf fünf Tore davonzuziehen.
Zwölf Minuten ohne Tor – und das hauptsächlich, weil wir nicht trafen. Timo
meinte hinterher, wir hätten vielleicht doch eine halbe Stunde vor dem Spiel
in der Halle sein und uns einwerfen sollen. Da ist was dran; auch an Jörgs
Beobachtung, daß wir viel zu schnell den Abschluß suchten. Wir warn halt
heiß.

Nach dem Wechsel ging es dann ein bißchen besser, aber nicht wirklich gut.
Mehrfach kamen wir auf zwei Tore ran und ließen den Gegner dann wieder
entwischen; dabei blieb die Trefferquote aus dem Rückraum katastrophal. Die
meisten Würfe kamen überhaupt nicht aufs Tor oder knallten an den Pfosten und
den Rest hatte in der Regel der Torwart. Und das lag  nur zum Teil an unserer 
Wurfschwäche. In Wirklichkeit kamen wir viel zu selten in Position, weil das
Rückraumspiel viel zu zerfahren war. Da hilft eigentlich nur trainieren. Die
Abwehr war ein bißchen besser – zumindest nach der Umstellung auf 5:1 hatten
wir Buchholz ganz gut im Griff und konnten eine ganze Reihe Konter laufen:
einer der Gründe, warum Arne S. die Hälfte unserer Treffer erzielte. Und der
Kampfgeist stimmte wie eigentlich immer. Auch wenn's letztlich nicht reichte.
Beim In-Rage-Reden nach dem Abpfiff war dann auch schnell klar, daß wir
eigentlich die bessere Mannschaft waren. Aber im Ernst: so ganz unverdient
war die Niederlage auch nicht. Wir haben uns halt zu blöd angestellt.

Es war auch zum ersten Mal das gefürchtete Vollzähligkeitsphänomen zu
beobachten: 13 Leute beim Spiel, davon 4 Rechtsaußen (Flo wechselte
freundlicherweise nach links). Da kann es mit der Spielzeit schon knapp
werden und die Stimmung sinken – und wir haben noch einen nominellen
Rechtsaußen und einen Linksaußen im Kader. Was passiert, wenn Martin, Alex
und Jürgen fit sind, wenn Sascha und Jens Zeit haben und wenn Ole sich
materialisiert? Da gibt es nur eins: wir müssen solche bunten Staubwedel
kaufen und diejenigen, die als letzte am Spielort ankommen, sind die
Cheerleader. Bei gleichzeitiger Ankunft (Auswärtsspiel) werden Streichhölzer
gezogen.
(arne)

Es spielten: Holger (2), Arne R. (3), Arne S. (12), Jens Christian (Tor),
Simon (1), Fabrice, Timo, Volker (2), Flo, Sheng, Torben (1), Wolf, Jörg (2)



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