Ergebnisse & Spielberichte
vom Wochenende
1. Frauen
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TH Eilbeck 1 - FC St. Pauli 1
17:20 (8:8)
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Zeitreise nach Eilbeck
Schön war es damals bei den Minis, als man sich nicht stumpf auf festgelegten Positionen aufstellen musste und man vom Gegner in guter Mann-Decker-Manier schon freundlich am eigenen Neuner empfangen wurde.
Schön war es aber wohl nur, weil man sechs Jahre alt war und es einfach nicht besser wusste!
Einige sagen wohl im Seniorenbereich offensive Manndeckung zu so einer Spielweise.
Sofern diese in der letzten Minute angewandt wird, um einen knappen Rückstand auszugleichen... ok... aber sieben Minuten vor Spielende?
Kann man machen... muss man aber definitiv nicht! Also... ansehnlicher wurde das Spiel durch die Eilbecker Deckungsarbeit jedenfalls nicht.
Aber vielleicht beenden wir hier dann doch die kurze Zeitreise in die eigene Jugend und gehen das Spiel chronologisch an:
Montag Abend, 20:30 Uhr, Nachholspiel gegen Eilbeck im gefühlten 32.Stock der Sporthalle Ritterstraße. Na gut, es war der erste Stock, aber die Klos waren im Keller, nur so by the way. Warmlaufen konnte also ausfallen, einmal die Toilette besuchen reichte völlig.
Eilbeck gegen St.Pauli, Tabellensechster gegen den Tabellenachten, könnte ein knappes Match werden.
Zum Aufwärmen wurde an Stelle des Wilhelmsburger Coco Jambo Billy Talent gespielt. Schon mal ganz sympathisch, wobei Sympathie für den Gegner beim Handball jetzt auch nicht so... aber egal, ich wollt?s nur mal anmerken.
Das Spiel begann dann ganz schön hektisch.
Beide Mannschaften versuchten irgendwie Tempo zu spielen, warfen dabei aber den Ball ganz gerne in die Hände der Gegner oder direkt ins Niemandsland. Nur selten fand der (ganz schön hart aufgepumpte) Ball den Weg ins Netz.
Schon in der ersten Hälfte fanden unsere Außenspieler aufgrund der offensiven Deckung der Gegner nahezu gar nicht statt.
Manchmal nutzte der Rückraum die entsprechenden Lücken gar nicht mal so...äh... gut aus... manchmal aber schon.
Da aber auch die Eilbeckerinnen irgendwann einige von ihren Tempoläufen verwandelten oder in 7-Meter umsetzten, gerieten wir zwischenzeitlich dennoch ins Hintertreffen.
Als ob Eilbeck nicht schon offensiv genug gestanden hätte, stellten sie unserer Mittelspielerin dann in Halbzeit zwo auch noch eine Abwehrspielerin direkt vor die Nase.
Da es uns aber so HERVORRAGNED liegt, wenn wir keine Anspielstationen haben und uns auch wie SELBSTVERSTÄNDLICH ohne den Ball bewegen können (hüstel), holten wir den Rückstand in der zweiten Hälfte auf und setzten uns sogar mit vier Toren ab.
Ca. sieben Minuten vor Schluss wurde das Spiel dann noch abgefahrener, als Eilbeck ihre oben bereits erwähnte Mini-Deckung auspackte.
Dies wäre normaler Weise der Zeitpunkt gewesen, an dem bei uns absolut gar nichts mehr geht und der Gegner innerhalb von 3 Minuten mit mindestens 3 Toren davon zieht. Umso überraschender war es, dass wir in dieser Zeit sogar noch Tore erzielten und uns nicht von der absolut hektischen Hektik anstecken ließen.
An dieser Stelle muss ich dann leider auch auf folgende unschöne Aktion zu sprechen kommen:
Birte (der Fuchs) entdeckt am rechten Spielfeldrand eine Lücke und versucht prellender Weise durch diese hindurchzulaufen. Auf dem Weg zum gegnerischen Tor wird sie dann mittels eines sauberen Bodychecks gegen die angrenzende Betonmauer geschubst. Autsch! Birte steht trotzdem wieder auf (Respekt, Lob und Anerkennung) und die Gegnerin sieht vom Schiri den roten Karton.
Unsere Mitspielerin Jacqueline Chantal (Name wurde von der Redaktion geändert) sieht ebenfalls Rot (jedoch nicht in Kartonform, sondern eher symbolisch), Renate geht dazwischen und Tina ist froh, dass sie niemanden aufgrund der Beteiligung an einer Schlägerei vorläufig festnehmen muss.
Witziger Weise konnte uns auch diese dramatische Situation nicht aus der Ruhe bringen. Vor allem Renate kratzte danach noch so zwei bis drei Dinger aus der Ecke raus und wir gewannen mit 20:16 Toren!
Das war gut, das war wichtig!
Unterm Strich bestimmt nicht das schönste Spiel, aber wir können mit unserer Leistung und dem leisen Anflug von Disziplin in unserem Spiel durchaus zufrieden sein.
Nächsten Samstag werden wir dann auch garantiert wieder richtig schön spielen, damit die anwesendenden 1.500 Zuschauer auch ihren Spass haben. Versprochen!!!
CU in Budapest.
©Tina |
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2. Frauen
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FC St. Pauli 2 - SG Osdorf/Lurup 1
16:20
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3. Frauen
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HSG Red/Blue 2 - FC St. Pauli 3
15:9
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| weibliche D-Jugend |
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FC St. Pauli
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| männliche D-Jugend |
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FC St. Pauli
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E-Jugend
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FC St. Pauli - HG Norderstedt
28:8 (13:4)
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Tja, so fängt der Spieltag schonmal schön schlecht an (die andere mögliche Alliterations-Variante mit sch... lass ich hier mal weg): Anderthalb Stunden von Spielbeginn sagt ein Spieler ab, da waren es nur noch sechs. Und das gegen den Tabellenletzten, der einfach geschlagen werden musste. Die Kinder interessierte das herzlich wenig, ach unbeschwerte Jugend! Aber statt unbeschwert wurde von Anfang an konzentriert und mit vollem Engagement gespielt. Bis zum 6:3 hielt der Gegner einigermaßen mit, dann wurden die technischen Fehler der Norderstedter eiskalt in Tore umgemünzt. 13:4 zur Halbzeit, klare Sache. Blieb nur die Frage, ob das eigene Tempo durchgehalten werden konnte. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit versuchte Norderstedt nochmal alles, aber Umutcan hielt 3 freie Würfe und danach war der Widerstand Norderstedts gebrochen. 10 Minuten kein Gegentor, 9 Tore in Folge geworfen. Das Ding war gegessen, trotzdem wurde bis zum Schluß durchgezogen, was auch an der fehlenden Tortafel gelegen haben mag. Im Erwachsenenbereich kann man als Trainer beim Stand von 24:7 halt auf die Frage eines Spielers, wie es denn steht, halt nicht antworten:
"Knapp vor. GAS GEBEN!!"
Veni, vidi, vici, um denn auch mit einer Alliteration abzuschließen (ich weiß, Singular, aber ich werde jetzt hier nicht extra mein Lateinwörterbuch rauskramen. 1. Plural ist gemeint.)
Es spielten: Malte Müller, Tom Tschepe, Alina Borsutzky, Umutcan Mican, Tommy Mack, Ben Oechel
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1. Herren
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FC St. Pauli 1
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2. Herren
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Halstenbeker TS 1 - FC ST. Pauli 2
19:18 (7:13)
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Tja. Das war es also erst einmal mit dem guten Pferd. Dem ist nämlich am Samstag in Halstenbek der Kopf abgehauen worden. Warum? Diese Frage ist wirklich schwer zu beantworten und wird nicht nur Trainer Ole noch eine ganze Weile beschäftigt haben?
Wir erwischten einen ungewohnt guten Start in die Begegnung und konnten uns nach dem anfänglichen 2:2 immer weiter absetzen. Im Angriff spielten wir unter der Leitung von Jens auf der Mittelposition diszipliniert unsere Spielzüge und kamen so auch ohne größere Probleme zu dem ein oder anderen Torerfolg. Die Chancenauswertung hätte durchaus noch besser sein können, aber dadurch, dass unsere 6:0-Abwehr sehr ordentlich stand und der harmlose Gegner nur vereinzelt, den in dieser Phase guten Auge im Tor überwinden konnte, gingen wir mit einer deutlichen sechs Tore Führung in die Halbzeitpause.
Zu diesem Zeitpunkt hatte bis auf Ole wohl kaum einer daran gedacht, dass dieses Spiel nicht gewonnen wird. Vielleicht auch genau deshalb machte uns unser Trainer darauf aufmerksam, dass es in diesen Situationen wichtig ist, die Konzentration aufrecht zu halten und das es mit dem Glück ähnlich wie mit einer leichten Dame sei. Da wir ja aber ein sehr junges und unerfahrenes Team haben, sollte leider genau das eintreffen, was Ole in der Pause angemahnt hatte: Der Start in Halbzeit Zwei missglückte völlig.
Alles was in der ersten Hälfte noch nahezu hervorragend funktioniert hatte, schien vergessen und uns gelang im Angriff so gut wie gar nichts mehr. Halstenbek markierte die ersten drei Tore des zweiten Durchgangs und unser Vorsprung schmolz, auch begünstigt durch viele individuelle Fehler unsererseits, nach und nach dahin. Wir entwickelten kaum noch Druck im Angriffsspiel und auch die Abschlussquote wurde von Versuch zu Versuch schlechter.
Vielleicht mussten wir auch der dünnen Personaldecke im Rückraum Tribut zollen, da es kaum Möglichkeiten zum Wechseln gab. Aber nur sechs Treffer in Durchgang zwei sprechen eine deutliche Sprache. Das wir in der Schlussphase auch noch mit einigen Schiri-Entscheidungen zu hadern hatten, soll nicht unerwähnt bleiben. Dennoch müssen wir uns natürlich an die eigene Nase fassen, dass wir diese sicher geglaubten Punkte verschenkt haben. Die Lehren daraus werden wir hoffentlich ziehen, so dass solch eine zweite Hälfte ein einmaliger Ausrutscher bleibt. |
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3. Herren
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HSV 2 - Pauli 3
19:28 (12:12)
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Da standen wir nun: Team 3. 12:0 Punkte und alle in uns gesetzten Erwartungen - inklusive unserer eigenen - bislang recht ordentlich erfüllt. Aber sogar dann kann man noch einen drauf setzen, denn das Schicksal meinte es gut mit uns, sind wir doch eines der wenigen, wenn nicht sogar das einzige Team, dass die Mutter aller Hamburger Derbys in dieser Saison erleben darf und dann noch als Spitzenspiel Erster gegen Dritter.
Das meinten auch die Unentwegten, die sich tatsächlich direkt vom Stadion also mit einem mutmaßlichen Umweg über das Jolly in die Sorbenstr. verliefen und dank starker Stimmbänder und eines erweiterten Bewusstseins bereits ab Berliner Tor in der Halle zu hören waren. (Schön, dass ihr da wart, auch an die, die es vielleicht nicht mehr wissen.) Für Stimmung war also gesorgt, müßig zu erwähnen, wer bei zahlenmäßig etwa gleichgroßen Anteilen, die lauteren Zuschauer waren. Jetzt mussten wir dafür nur noch eine entsprechende Gegenleistung bringen und die war erst mal so mittel. Für viele aus dem Team war dies das erste Spiel gegen die Jungs von der Müllverbrennungsanlage und so kam es, dass sogar gestandene Luxemburger Nationalspieler bereits Tage vorher ungewohnte Nervosität an den Tag legten oder andere und ihre Sporttaschen vor Aufregung getrennte Wege beschritten. (Es heißt allerdings, Mattis Tasche war statt dessen mit Smallz Tasche in der Kleinen Pause verabredet gewesen.) So begann unser Spiel etwas zerfahren und gewann über die ersten 30 Minuten nur wenig an Sicherheit. Es lag natürlich auch am Gegner, der gleich ganz ordentlich loslegte und uns einiges abverlangte damit zur Pause ein gerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel zu lesen war. Bis hier hin hatten wir einfach zu viele Fehler gemacht, wobei die damit verbundenen Ballverluste all zu oft zu Gegentoren führten ... und vorne selbst nur 12 Buden ist eben nicht das Gelbe vom Ei.
Halbzeit 2 begann ähnlich wie die erste endete, es ging hin und her, keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen, bis sich die Umstellung der Abwehr von 5-1 auf 6-0 als der entscheidende Schachzug herausstellte. Innerhalb von 20 Minuten warfen wir 10, der Gegner 0 Tore!! Was in dieser Zeit in der Abwehr lief, war absolut lehrbuchmäßig (wenigstens für die 4. Liga), für St. Ellingen gab es einfach kein Durchkommen mehr und flog doch einmal ein verirrter Ball Richtung Tor, hatte Daniel ihn sicher.
Dieser Sieg ist um so höher zu bewerten, da wir nun die beiden vermeintlich stärksten Gegner in der Staffel auswärts deutlich geschlagen haben und neben dem Erringen der Weihnachtsmeisterschaft auch eine deutliche Duftspur in Richtung 3. Liga gelegt haben. Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr, der Aufstieg ist Pflicht, am liebsten als Erster ... oder besser.
Forza |
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4. Herren
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FC St. Pauli 4
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5. Herren
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TH Eilbeck 3 - FC St. Pauli 5
26:13 (15:5)
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Die Halle in der Sorbenstraße wirkte an diesem tristen Sonntagabend im November wie ein Ort aus der Zeit, in der sich slawische und germanische Völker ihren Platz in der hamburger Straßenlandschaft erst noch suchen mussten. Man sagt, dass die Turnhalle bei den Wenden noch schlimmer sei, die der Vandalen ihren Anwohnern zum Opfer fiel.
Kein Wunder also, dass sich auch nur neun tapfere St. Paulianer unserer Mannschaft an diese unwirkliche Spielstätte einfanden, die sich sicherlich auch nicht in den nächsten 1000 Jahren zum Mittelpunkt irgendeiner Völkerwanderung mausern wird.
Wat willste erwarten? Alle bei Mutti! , so der Kommentar einer unserer Recken nach dem Aufeinandertreffen mit den Mannen aus dem Westen Hamburgs.
Das Spiel in Kürze: Schmerzfreie Eilbecker springen mit aller Kraft in die Lücken. Die Gegenwehr wartete auf die 2. Halbzeit oder auf die Schelle ins Gesicht, die neben der Anzeige der roten Pappe ins Antlitz des desorientierten Gegenspielers zusätzlich wie ein Weckruf für den eigenen Widerstand wirkte. Jetzt wurde zugepackt und der Schiri verteilte munter zweiminütige Verschnaufpausen, die unserem Kräftehaushalt zu Gute kamen.
Fazit: Leider war das Spiel schon nach den ersten 30 Minuten entschieden.
Mit der Gewissheit doch noch zulegen zu können, ziehen wir uns gen Westen zurück und freuen uns auf einen Tag der Völkerverständigung in unserem St. Pauli.
Ach ja, die Sorbenstraße könnt ihr behalten!
Tore: Boris (8), Nils (2), Jonas (1), Eike (1), Engel (1)
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6. Herren
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FC St. Pauli VI - SV Billstedt-Horn I
30:25 (12:13)
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Gelassenheit ist eine Frucht des Alters, aber Mario ist erst 20.
Mario mißt knapp 2 Meter und ist beweglich und bis zu den Ohren angefüllt mit Testosteron und er hat uns echte Probleme bereitet. In Minute 47 allerdings prellte Torben (mißt auch 2 Meter) mutterseelenallein mit dem Ball in Richtung des Billstedter Tores (Tempogegenstoß), als Mario ihn in der Wahrnehmung seiner Pflichten als Abwehrspieler von der Seite umrannte. Man weiß nicht, ob die prinzipielle Regelwidrigkeit jener Aktion vor irgendjemandem infrage gestellt worden wäre. Als jedoch der Schiedsrichter (Helmut Weber von der SG Altona) auf der Wiederherstellung der klaren Torchance durch einen Siebenmeter beharrte, stellte dies einen Dissens zur allgemeinen Billstedter und vor allem zu Marios Erwartungshaltung dar (wiewohl Helmut völlig recht hatte). Nun rächte sich das ungesunde Mißverhältnis von Testosteron zu anderen das menschliche Leben konstituierenden Substanzen in Marios Körper, indem es ihn zu einer heftigen verbalen Reaktion trieb. Helmut Weber indes, der seinen pädagogischen Auftrag als Schiedsrichter sehr ernst nimmt, bereinigte die Situation unter Verwendung zweier Finger seiner rechten Hand, womit er die Gesandtschaft aus dem nahen Osten zusätzlich gegen sich aufbrachte.
Dies umso mehr, als Torben den Siebenmeter tatsächlich verwandelte (er war der dritte Schütze an diesem Tag und der erste, der traf) und uns damit zum ersten Mal mit vier Toren in Front brachte.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das Spiel offen gewesen und es hatte uns eine enorme Kraftanstrengung gekostet, zum einen im Spiel zu bleiben und zum anderen diesen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Besagter Mario und ein ungleich älterer Kollege foppten uns ein ums andere Mal mit demselben Trick Sprungtäuschung und weiterprellen wobei Marios Sprungtäuschung wirklich furchteinflößend war. Wir bekamen die Lage erst ein wenig besser in den Griff, als Arne S. den einen Shooter kurz nahm und der andere (der alte) auf sich allein gestellt war, denn der Rest der Mannschaft taugte nicht viel. Auch Billstedt profitierte allerdings von unserem Mangel an Torhütern, wobei Arne R. in der ersten Viertelstunde überhaupt keine Hand an den Ball bekam und Jürgen es in der Folge besser machte, aber eigentlich brauchen wir Jens Christian oder Ole (das Phantom).
Ab dieser 47. Minute aber war alles anders. Unser Anteil hatte darin bestanden, daß wir durch die in der zweiten Halbzeit sehr energische Abwehr ein wenig an den Billstedter Nerven gefeilt hatten, den Rest erledigten sie selbst. Beseelt vom Gefühl erlittenen Unrechts nach der Suspendierung des Halblinken ergriff der Halbrechte die nächste Gelegenheit, das Maul aufzureißen. Die ergab sich, als er nach einem Pfiff gegen seine angreifende Mannschaft den Spielball erstmal zwei Meter mitnahm, ehe er ihn auf lautstarke Aufforderung zu uns (die wir gerne kontern wollten) zurückwarf. Das Handballregelwerk erlaubt dem Schiedsrichter, solches Verhalten zu bestrafen und das tat er unter erneuter Verwendung seiner beiden Finger. Fürs folgende Aufreißen des Maules gab es dann Rot.
Weil zwischenzeitlich noch ein Billstedter (der andere Shooter) rausgeflogen war, hatten wir auf einmal nur noch drei Gegner, und die konnten's nicht. Da kam auf unserer Seite Mitleid auf; der gegnerische Torwart indes fühlte sich von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und stellte trotzig die Arbeit ein (außer bei Würfen von Rechtsaußen, um Wolf zu ärgern): das Spiel war jetzt vollkommen aus den Fugen geraten. Wir taten das notwendige, Billstedt holte sich noch zwei Zeitstrafen ab (soviel Bier können die gar nicht trinken, wie da fällig ist) und wir uns die zwei Punkte.
Ich würde jetzt gerne schreiben, daß wir endlich und verdient auf Platz zwei stehen und daß wir den auch nicht mehr verlassen werden und daß es am nächsten Wochenende beim TVB einen lockeren Ausgalopp geben sollte. Aber das geht dann sicher schief und deshalb schreibe ich es nicht.
Ach ja - einer von euch Jungs ("der Lange": Torben?) müßte meinen Kapuzenpulli (mit 2 Trillerpfeifen in der Bauchtasche) haben, den die Mädels von Altona 93 aus der Umkleide geklaubt haben. Bitte zum Spiel mitbringen.
(arne)
Es spielten: Fabrice (1), Sascha (kaum), Arne R. (Tor/7), Jens (2), Arne S. (4), Holger (4), Zhesheng (3), Jürgen (Tor), Jörg, Wolf (2), Torben (7) |
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