Ergebnisse & Spielberichte
vom Wochenende

26./27.09.2009
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1. Frauen
FC St. Pauli - HSG Red Blue
9:16 (4:9)
"Come on you girls in brown!"

Der Dank
Wir haben die beste Handballabteilung von Welt! Danke, dass ihr das so zahlreich und lauthals mit uns durchgestanden habt. "Come on you girls in brown" war gänsehaut-gigantisch. Sorry, dass wir nicht ebenbürtig (re-) agieren konnten - aber das holen wir nach!

Der Kopf
Evtl. erklärend - aber auf keinen Fall entschuldigend: Wir sind mit viel zu viel Kopfkrampf in dieses Spiel gegangen. In unseren Köpfen hatten Erinnerungen an ein aus unserer Sicht sehr unschönes Spiel der letzten Saison leider Selbstvertrauen, "Killerinstinkt" und Konsequenz verdrängt. All das, was uns in der letzten Woche ausgemacht hat.
An dieser Stelle großes Lob und lieben Dank an Tom und Flo fürs Pfeifen! Ihr habt das souverän und konsequent gemacht und das Spiel durchgehend im Griff gehabt. Merci!

Das Umfeld
St. Pauli lädt zum Heimspieltag (schicke Poster übrigens!) - am besten gleich einen ganzen Verein, und so konnte Red Blue mit zwei Teams anreisen. Leider auch mit einem nervig blechernen Megaphon. Die Dinger gehören einfach nicht in gepflegte Hallen, die vor freundlicher Atmosphäre nur so glänzen. Wie gut und angenehm, dass wir allein mit unseren puren Stimmen Hallen füllen.

Das Spiel
Die ersten Angriffe waren gut! Schnell gespielt, clever gelaufen - Siebenmeter rausgeholt und rein das Ding. Zack zack - hin und her - so ging es schnell und munter weiter - aber auf einmal lagen wir irgendwie im Rückstand. Leider konnten wir in dem Moment nur mit Ideenlosigkeit und Verwirrtheit kontern. Der Glaube an unser Spiel reichte keine sechzig Minuten? höchstens fünf? zwischendurch blitzte dieser zwar immer mal wieder auf. Aber durch die robuste und körperlich betonte offensive Deckungsarbeit unserer Gegnerinnen wurde er auch genauso schnell wieder im Keime erstickt.
Dabei war unsere Abwehrarbeit ok! Der Großteil der Gegentore entstand tatsächlich aus Kontern, die vorne durch unüberlegte Fehlpässe herausgefordert wurden. Und zugegebenermaßen haben die RedBlues den einen oder anderen davon noch verballert.

Das Fazit
Die waren gut. Aber wir standen uns leider auch selber ziemlich im Weg. In einer Halbzeit 4 Tore zu werfen reicht einfach nicht. Und eines mehr in der zweiten Halbzeit macht?s nicht wirklich besser.
Spätestens seit Teutonia wissen wir aber, dass auch wir anderen unser Spiel aufdrücken können. Und dieses Gefühl bzw. diese Gewissheit dürfen wir nicht verlieren!

Das Schöne
Wir waren hinterher ernüchtert und enttäuscht. Aber glücklicher Weise übertrug sich dies nicht allzu lange auf unsere Stimmung, und so wurde Teamgeist aus vollen Krügen genossen.
Außerdem mussten wir ja noch unsere zweiten Herren unterstützen – die dann zum Glück gegen die Red-Blue-Herren angeführt von einem galanten Jüngling namens ?Schuss? gewannen.

Die Hoffnung
- Wir können das besser. Und das wissen wir auch.
- das. rückspiel. wird. besser.
- Lieferzeiten des Pizzadienstes sind sicherlich optimierbar.
- Wir werden wie durchs Megaphone verkündet schon heiß und innig zum Rückspiel erwartet - wäre klasse, wenn wir Begleitung hätten!!
2. Frauen
FC St. Pauli
3. Frauen
FC St. Pauli

Minis
FC St. Pauli
E-Jugend
FC St. Pauli
F-Jugend
FC St. Pauli

1. Herren
FC St. Pauli
2. Herren
FC St. Pauli - HSG Red/Blue 2
18:14 (10:9)
War das nicht schön? Nee, schön war das nun wirklich nicht. Aber, und das ist das Entscheidende, das positive Gesamtbild hat weiterhin bestand. Drei Spiele, drei Siege. Eine durchaus zufrieden stellende Bilanz und ein geglückter Start in die Saison.

Schon vor der Partie gab es einige Unklarheiten, wie lange dieses Spiel dauern würde. Wir einigten uns darauf, dass so ein Handballspiel dann wohl doch 60 Minuten (anstatt der von Ole gemutmaßten 90 Minuten) geht. Aber wir sollten uns irren, denn zumindest "gefühlt" lagen wir deutlich über dieser Zeit.
Nach einem ordentlichen Start in die Begegnung, verbunden mit einer schnellen 2:0 Führung, kamen wir auf einmal völlig aus dem Rhythmus und gerieten ins Hintertreffen. In der Hauptsache lag das an unserer bescheidenen Chancenverwertung. Glücklicherweise konnte Marc die gute Form der letzten Wochen bestätigen, so dass sich der Rückstand in Grenzen hielt. Dadurch kamen wir auch im Angriff erneut etwas besser ins Spiel und wussten zumindest teilweise unsere erarbeiteten Gelegenheiten wieder zu nutzen. In die Pause ging es daher auch mit einer 10:9 Führung.
Wir hatten uns für die zweite Halbzeit zwar durchaus vorgenommen, im Angriff effektiver zu agieren, mit der Umsetzung klappte es aber nicht so ganz. Weiterhin hatten wir enorme Schwierigkeiten, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Da wir aber zumindest das Defensivspiel noch mal verbessern konnten und Christian, der in der zweiten Halbzeit sein Saison-Debüt im Tor gab, kaum noch einen Ball durchließ, schaukelten wir das Ding dann letztendlich doch noch relativ sicher nach Hause. 18:14 hieß es am Ende, ein Ergebnis, welches deutlich macht, wo es bei uns derzeit noch ein wenig hapert.
Kommendes Wochenende geht es dann gegen Ellerbek 3, gegen die wir uns ein ordentliches Stück steigern sollten, um die "weiße Weste" zu behalten.

P.S. Vielen Dank noch einmal an Alle, die sich dieses stark von der Taktik geprägte Spiel bis zum Ende angesehen und uns lautstark unterstützt haben!
3. Herren
FC St. Pauli
4. Herren
FC St. Pauli
5. Herren
HSV 3 - FC St. Pauli
17:21 (7:8)
Hamburger SV gegen den FC St. Pauli, die Mutter aller Derbys... In unserem Fall wohl eher die Oma oder die Putzfrau, so zumindest unsere Gedanken beim Betreten der Halle. Gut, wenigstens kein Asbest, sonst wäre es hier schließlich trocken, aber gleich ein Schwimmbad mitten in der Halle??? Ermüdungsbecken wäre ja ok, aber ein Wasserfall gleich neben dem Spielfeld?! Die besonderen Bedürfnisse des Gegners verwirrten uns doch etwas, so kamen die 11 Paulianer, die sich am späten Sonntagabend in der Halle Höhenkoppelort einfanden, nicht so recht ins Spiel. Gott sei dank hatten die zahlreich erschienenen Ultras noch eine Sporthose dabei, so konnten alle am Spiel in entsprechender Arbeitskleidung partizipieren. Gegen den Gegner von der Müllverbrennungsanlage war die Taktik klar: Hinten, wie üblich, hart zufassen. Vorne, wie üblich, lange spielen. Nach einigen Minuten scheint deutlich zu sein, dass der FC St. Pauli, wie üblich, dem HSV überlegen ist. Leider zeigte sich dies nicht im Ergebnis, in die Halbzeit ging es mit 8-7 und zahlreichen Kontakten des Balles mit dem Gehölz. Zu Beginn der zweiten Hälfte dann der Höhepunkt des Spiels: Typ setzte von Linksaußen seinen gefürchteten Unterhandwurf an, erwischte den Maulwurfshügel auf dem 4-Meter-Strich und frustrierte den Torsteher doch ziemlich.
Warum auch immer, der brau-weiße Faden riss. Und eh man sich versieht, führt die Raute mit 16-14. Dann besinnen sich die Freibeuter auf ihre Künste: Kämpfen, Weghauen und natürlich wie üblich etwas stibitzen, im Handball auch als Antizipieren eines Passes bekannt. Dies gelingt Steffen und Nils, dazu entschärft Bally einen Strafwurf und einen Gegenstoß, Boris erwischt einen Nullwinkel, dies demoralisiert den Salmiak und führt uns auf die Siegerstraße und lässt uns das Spiel mit einem 21-17 beenden. Nach dem Spiel wurde gemeinsam mit den Ultras gefeiert und die Hose am Fahnenmast gehisst.
Bally - Jonas (2/1), Engel, Boris (4), Matin T (8/1), Typ (2), Martin W, Steffen (5), Gernot, Jan und Nils (1).
6. Herren
FC St. Pauli
Zuerst staunten wir, wie jung die anderen waren (durchschnittlich ca. 15 Jahre
jünger als wir). Dann staunten wir, wie schlecht sie waren und wie leicht wir
den entscheidenen Vorsprung rausspielen konten. Dann durften wir staunen, wie
schnell dieser Vorsprung dahinschmolz und wie leicht sie sich damit taten.
Dann war Schluß mit Staunen.
Harburg war als Tabellenführer angereist, ist aber sicherlich nicht der
stärkste Gegner in unserer Gruppe. Sie waren jung, aber (das geht ja oft
miteinander einher) nicht besonders durchschlagskräftig. Wir hatten diesmal -
bis auf den fehlenden Torwart - eine komplette Mannschaft zusammen und
(vorerst) eine gut besetzte Bank. Fabrice spielte diesmal in grün und bekam
eine Sonderübungsstunde von außen verpaßt.
Nach einigem Abtasten nahmen wir sie auseinander. Unsere Abwehr stand bis auf
einige Hüftwürfe stabil, die Konter paßten, die Angriffe waren schnell und
druckvoll. Harburg zog gerne einen Mann nach vorne und es ließ sich trefflich
von Halb zu Halb spielen, worauf sich praktisch immer eine Lücke fand.
Aber Jürgens kleiner Finger knickte um (Sehne?) und Martins Fuß tat es ihm
gleich. Martin spielte dann nochmal mit, mußte in der zweiten Halbzeit aber
nach einem zweiten Unfall mit dick geschwollenem Knöchel vom Feld. Bänderriß,
wie sich herausstellte.
Zur Pause führten wir standesgemäß und völlig zu Recht mit fünf Toren und es
war klar, daß wir das Spiel gewinnen würden (stimmte ja letztlich auch).
Dann hatten wir unsere ehedem notorischen miesen zehn Minuten, fingen uns
wieder, aber nur, um wieder einzubrechen. Im gebundenen Spiel warfen wir den
Ball weg und fingen uns Konter, unsere eigenen Konter setzten wir an den
Pfosten oder an den Torwart. Auf der anderen Seite hieb Harburg erbarmungslos
auf unsere schwache Stelle ein: Hüftwürfe. Wir kassierten gefühlte fünfzehn
Gegentreffer aus Hüftwürfen (was für ein Quatsch, sollte man meinen; als
hätte Christian Seitz mitgespielt). Die sahen natürlich auch immer blöd aus,
obwohl Fabrice sich recht gut einstellte und den einen oder anderen Ball
hielt. Hauptsächlich waren wir anderen zu doof, unten zu blocken. In der 50.
Minute lagen wir dann erstmals zurück.
Damit das keine Dauereinrichtung wurde: Auszeit, Hinweis auf unsere
prinzipielle Überlegenheit und den agilsten Harburger in Manndeckung
genommen. Damit konnten wir die Dynamik des Niedergangs stoppen und es
entwickelte sich ein zähes Ringen, das wir in der Manier der ersten Halbzeit
zehn Sekunden vor Schluß entschieden: Halblinks (?mach ihn, mach ihn!?)
hinter dem Vorgezogenen auf Halbrechts und Sascha geht in die Lücke und haut
ihn mit Schmackes in den Winkel.
Das war ein Pyrrhussieg: Jörg ist nach wie vor verletzt; jetzt kommen Jürgen
und Martin dazu. Immerhin ist Wolf wieder fit (aber was wird mit
Jens-Christian?). Und bald sind Ferien. Die Lage ist prekär.
Deshalb auf diesem Wege ein Hilferuf: wenn irgendwo da draußen ein
spielberechtigter Handballer ist: komm' zu uns! Wir brauchen deine Hilfe! Am
Sonntag gegen Mümmelmannsberg. Die sind so schlecht, daß es eine Schande
wäre, aus Personalmangel zu verlieren.
Und: Ole! Wo steckst du?

War's das? Ach ja:
"Was macht dein Rätsel, Franz?"
"Ich brauch noch... Angriffsvariante im Handball. Vorne mit K."
"Keule?"
"Jau! Paßt."

(arne)

Es spielten: Fabrice (Tor), Jürgen, Sascha (4), Arne R. (8), Wolf, Jens (1),
Simon, Flo (1), Martin (1), Arne S. (11), Alex (1)


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