SG Altona 2
5. Männer
16
24

SG Altona 2 – FC St. Pauli 5 16:24 (7:12), Auswärtsspiel am 18.03.2017, 15:00 Uhr, Eckernförder Straße

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Trainingsspiel

Altona wollte gar nicht gewinnen. Jedenfalls sagten sie vorher, sie seien dermaßen von den Ferien gebeutelt, daß sie praktisch keinen Rückraum und folglich auch keine Chance hätten. Deswegen würden sie die Begegnung als Trainingsspiel betrachten.

So eine Haltung können wir uns als großkotzigste Mannschaft der Liga natürlich nicht erlauben. Deshalb setzten wir Martin K. auf die Bank, der bedrohlich fit und erholt aussah – daß der Trainer ihm verboten hatte, auch nur ans Mitspielen zu denken, behielten wir für uns. Sonst saß da noch ein Ersatzaußen (der andere Ersatzaußen mußte den Kreisläufer geben) und eben unser greiser Trainer, der sich in der Verzweiflung selbst auf den Spielbericht gesetzt hatte.

Also immerhin drei Leute auf der Bank und alle zehn grimmig entschlossen. Weil wir ihnen natürlich nicht glaubten, daß sie nicht gewinnen wollten. Wir sind ja nicht blöd: wenn die gewinnen können, dann wollen sie auch.

Aber sie konnten tatsächlich nicht, wie sich bald rausstellte. Dazu fehlte ihnen das glaubwürdige Drohpotential aus dem Rückraum. Wir blieben meistenteils schön defensiv und deckten den Kreisläufer ab und die paar Dinger, die durchrutschten, taten uns nicht weh.

Altona hatte einen Spion beim Oberalster-Spiel gehabt und versuchte, uns mit einer sehr offensiven Deckung das Wasser abzugraben. Wir liefen uns auch etwas zu oft darin fest, blieben aber insgesamt wesentlich cooler als vor zwei Wochen. Außerdem waren sie für so eine Abwehr entschieden zu langsam und zu alt. Die Folge waren Durchbrüche, die zu Toren oder Zeitstrafen führten oder zu beidem. Dann noch ein paarmal zügig nach vorne gespielt, ein bißchen Anschauungsunterricht in Rückraumwürfen durch Omar und Wilde – fertig war die Laube.

Coach Martin wurde zwischendurch einmal kurz nervös, als Saschas Adduktoren zwickten und Flo eins auf die Finger bekommen hatte. Da sah er sich schon die Trainingshose ausziehen, aber Sascha schleppte sich in die Pause und danach konnte Flo mit fachmännisch zusammengeklebtem Finger wieder auflaufen.

Ganz am Schluß dann der magische Moment: Martin K. betrat das Feld zu einem Siebenmeter, den er aufs theatralischste dem Torwart so auf die Fußspitze zwirbelte, daß er von da ins Tor plumpste. Jubel, Trubel, Heiterkeit – der zweite Langzeitverletzte (nach Michi Hell) ist wieder zurück auf dem Spielbericht.

Das war unser Trainingsspiel gegen Altona. Sie haben uns versprochen, Oberalster noch mal richtig zu ärgern. Weil – wär‘ ja sonst langweilig.

(arne)

Es spielten: Alv (7), Martin K. (1, saß fast nur rum), Sascha (2), Felix (Tor), Omar (4), Flo, Martin S. (saß aber nur rum), Arne (4), Volker, Wilde (6)

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