5. Männer
HT Norderstedt 5
29
19

FC St. Pauli 5 – HT Norderstedt 5 29:19 (16:13), Heimspiel am 26.02.2017, 15:00 Uhr, Budapester Straße

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Die 30 wieder nicht voll gemacht

Die Omen vor Anpfiff waren eigentlich weniger gut: Erkältung, Magen, Fieber, Hund der Schwester des Cousins ist krank, etc., sorgten für zahlreiche kurzfristige Abmeldungen, was viel Improvisation auf mehreren Positionen bedeutet. Das waren wir lange nicht mehr so gewohnt, aber das Prinzip Schweizer Taschenmesser sollte ganz gut aufgehen. Und wer glaubt schon an Omen…

Die erste Halbzeit lief zusammengefasst allerdings eher mau. Der Angriff ließ sich wohl sehen, besonders geprägt durch Sascha, der die offene Außendeckung und die konsequente Verweigerung des Gegenspielers ihn körperlich anzugehen dankend wahrnahm. Die Abwehr wiederum wollte nicht ins Rollen kommen, deutlich zu viele einfache Gegentore, hauptsächlich aus dem Rückraum.

Obwohl wir uns trotzdem auf 4 Tore absetzen konnten währte die Freude nur kurz. Nach der Norderstedter Auszeit in der 20ten Minute folgten 4 schnelle Gegentore bis zum 11:11 Ausgleich. Da wir die Ansage des Gegners „das ist unser Spiel!“ so nicht stehen lassen wollten, reagierten wir mit der eigenen Auszeit. Das führte zu der für Norderstedt folgenschweren Entscheidung auf eine 5:1 Deckung umzustellen, mit Holger in der Spitze (Taschenmesser Nr. 1, im Angriff am Kreis).

Es brauchte etwas Eingewöhnung, aber nach kürzester Zeit hagelte es förmlich Fehlpässe der Norderstedter, provoziert durch Holgers katzenartige Ausfallschritte. Da Sascha bei bereits 4 Buden mit der Hand gegangen ist, war es nur konsequent, dass nach Auswechslung gegen mich (Christian, Taschenmesser Nr. 2) erstmal ein Tor nach Außenmanier gegen die Hand kam. Natürlich aus der Vertikalen. Der Abschluss der ersten Halbzeit war dann aber doch nochmals von Sascha gekrönt, durch die neue Pauli 5 Spezialität: Direkt ausgeführter Freiwurf, Knickwurf ins Eck, kleine Nostalgie Träne von Wilde.

In der zweiten Hälfte spielte dann nur noch eine Mannschaft. Über 10 Minuten kein Gegentreffer, aus einem 16:13 wurde ein 22:13, das gewohnte Abwehr Bollwerk. Und sollte doch mal ein Wurf durch kommen hat Bü gerne sein Gesicht hingehalten. Wörtlich. Zum Ende gab‘s dann auch noch ein drittes Taschenmesser, Omar sollte auf halb links auch noch zu 2 Rückraumtoren kommen. Der einzige Wehrmutstropfen bleibt, dass wir es mal wieder versäumt haben die 30 voll zu machen. Dieses Mal besonders spektakulär, da wir gegen Norderstedt, die konditionell wirklich absolut am Ende waren, in 9 Minuten keine 2 Tore bei xx Chancen mehr verwandelt haben.

Aber hey, eventuell war aber auch die Vorfreude auf das doch sehr absehbare Spielende daran Schuld, denn mit sage und schreib noch 4 offenen Spielen kann uns den Aufstieg keiner mehr nehmen! Aufstieg – check, Tabellenführer – check, FORZA! Pokalhalbfinale kann kommen.

(Christian)

Es spielten: Bü (Tor), Alv (5), Christian (5), Jonny (3), Michael, Holger (1), Sascha (7), Felix (Tor), Omar (4), Flo, Volker, Wilde (4)

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