1. Männer
THW Herzhorn N.
80
68

FC St. Pauli - THW Herzhorn Nord 80:68; Heim- und Auswärtsspiele der letzten Wochen in diversen Sporthallen

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Die Spinnen, die St. Paulianer

Als wir am letzten Spieltag des alten Jahres, sprich am 14.01.2017, also letzten Samstag, gegen den THW Herzhorn Nord antraten, konnte noch niemand ahnen, was den Jungs da bevorstand.

Gegen eine Übermacht von 21 Spielern gegen unseren dezimierten Haufen, warfen wir alles in die Waagschale, um gegen die gegnerischen Horden bestehen zu können. Begleitet vom heimischen Publikum, der Weihnachtszeit vor Augen und der Frühjahrsmüdigkeit im Rücken, bäumten wir uns, bepackt mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr, hingebungsvoll auf, um selbst in fremder Heimspielhalle nicht von dieser schier endlos erscheinenden Übermacht erdrückt zu werden.

So tapfer – fast heroisch war der Kampf, dass Trainer Klaus Zirkelix sich zu einem Vergleich mit einem gewissen gallischen Dorf hinreißen ließ. Denn die Angriffswellen der Gegner zerschellten an der breiten Brust von Renkelix und mit der Raffinesse Jan-Niklasterix wurde die gegnerische Verteidigung fast nach Belieben überlistet. Und so gingen die tapferen Galli… äh St. Paulianer jedes Mal als strahlende Sieger vom Feld. Gut, dass Fangnix, Haltnix, Läuftnix und Treffnix im Urlaub sind!

’Drum stehen wir zur offiziellen Hälfte der Saison, auf einem sagenhaften dritten Tabellenplatz und wissen unser Glück selbst nicht so recht in Worte zu fassen. Wir wollen singen! Wir wollen tanzen! Ach zum Teufel, wir wollen es sogar wagen, dieses Epos lyrisch zu begleiten. Daher nun, mit Verlaub, euer Gehör für folgende Reime von Ludobadix, dem Hobby-Barden:

Dunkel war’s der Mond schien helle,
auf die sandbedeckte Reeperbahn,
als der St. Pauli Bulli blitzeschnelle,
langsam um die runde Ecke kam.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss’ner Schiri
in der Buda Schlittschuh lief.
Und ein grüngefärbter Punker,
mit kohlrabenschwarzem Haar,
auf eine grüne Bank sich setzte,
die braun-weiß angestrichen war.
Neben ihm ’n alter Spezl,
der kaum sechzehn Jahr alt war,
in der Hand ’ne Butterbrezel,
die mit Schmalz bestrichen war.

Wo ist der Hammer von Automatix wenn man ihn mal braucht…

Und für die, die es wirklich wissen wollen, hier nochmal die langweiligen Einzelergebnisse im Überblick:
XXVII:XXI MTV Herzhorn
XXVIII:XXV THW Kiel II
XXV:XXII SG Hamburg Nord

Und weil es so schön war, geht es am Samstag direkt weiter. Und es wird noch besser: Es ist wieder ein Heimspiel – beim Teutates! Gegen Spitzenreiter HG Hamburg-Barmbek (die heißen wirklich so!) geht es um 18.00 Uhr in der Buda wieder richtig rund. Unser Protokollant Statistix hat eine Bilanz von I zu XXIX in die Steintafel gemeißelt. Wird Zeit, den Hinkelstein umzustoßen…

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